Das Rotations-Schmelzverfahren: Historie

Das Rotationsschmelzen wurde Anfang der 40er Jahre in den USA entwickelt. Trotz einer relativ leicht anmutenden Technik ist die "Rotation" im Kreise der Kunststoffverarbeitungsverfahren jedoch noch recht jung - sie ist in Europa gerade rund 40 Jahre alt. In den Anfängen waren weder Maschinentechnik noch Werkstoffe verfügbar, weswegen in dieser Pionierzeit Extrusionsware meistens auf Anlagen "Marke Eigenbau" rotiert wurden.

Sehr schnell entwickelte sich - parallel zu Anwendungen aus Polyethylen - ein expandierender Markt für Spielzeug aus PVC-Plastisolen (z.B. Puppen, Bälle u.ä.).

Größere Anwendungen - wie z.B. für den Anlagen- und Maschinenbau oder die Landwirtschaft - wurden auf meist offen befeuerten "Rock and Roll"-Anlagen gefertigt. Produziert wurden dabei hauptsächlich einfachste Rund- und Rechteckbehälter.

Erst durch den Import von linearen Polyäthylenen aus den USA und Canada und durch die in Anlehnung an dortige Rotationsmaschinen entwickelten "Karussell-Anlagen" erfolgte der große Durchbruch für das Rotationsschmelzen in Europa.

 
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